Florenz September 2026
Florenz September 2026
Fortbildung Wax Modelling, Le Arti Orafe Jewellery School
2001 bis 2004 durfte ich in Florenz studieren, arbeiten und leben.
In dieser Zeit habe ich diese Brosche gemacht.
A room with a view oder Firenze, città aperta…
Damals hat meine große Leidenschaft für feinste Sägearbeiten begonnen.
Die Säge war mir, was einem Zeichner der Bleistift ist.
Nach über 20 Jahren habe ich große Lust bekommen,
meine handwerklichen Fähigkeiten zu erweitern, etwas dazuzulernen.
Und dafür wieder nach Florenz zu gehen.

Die große Entdeckung, die sich als die perfekte Einstimmung ins neue Gestalten herausstellte, war das Museum „La Specola“.

Aufbauend auf die Sammlung der Medici, ist dieses Museum eine erweiterte Wunderkammer mit jeweils großen phantastisch präsentierten Bereichen: Historische Skelette und anatomische Wachsmodelle (die bedeutendste Sammlung weltweit), 25 Säle mit präparierten Tieren aus allen Kontinenten und eine sehr bedeutende Mineraliensammlung mit nicht mehr heraus.




Nun zu meiner Fortbildung im Bereich des Wachsmodellierens für Goldschmiede.

Yuko Inagawa, eine japanische Goldschmiedin, die seit über 30 Jahren in Florenz lebt, hat sich mir eine Woche lang gewidmet, um mir aus ihrem kostbaren Erfahrungsschatz wirklich viel beizubringen.
Es war sehr dicht – und wundervoll wieder Schülerin zu sein.
Eine der Techniken ist Mitsuro Hikime. Sie ist Jahrhunderte alt.
Mitsu ist der Honig, Ro das Wachs, Hiki das Ziehen und Me die Linie.
Das Wachs stellt jeder Künstler aus Bienenwachs und dem Harz von Pinienbäumen selbst her.
Außerdem habe ich in dieser Woche gelernt, mit verschiedensten Wachsarten zu modellieren, sie zu feilen oder zu gravieren. Manchmal sie durch meinen eigenen Atem beeinflusst unter Hitze mit einem Werkzeug wie Stalaktiten in Form zu ziehen.



Ziel ist es immer, im Verfahren des verlorenen Wachses über den Umweg eines Gipsnegativs das gestaltete Objekt in Gold oder anderen Edelmetallen zu gießen, um es anschließend zu einem Schmuckstück zu fertigen.
Hier unten zeige ich Ihnen, was so in ca 35 Stunden Lernen und Arbeiten in Florenz entstand.

Einiges werde ich noch weiterbearbeiten. Immer wieder ergänzen.
Das Denken in Wachs vermischt sich mit meinem bisherigen Goldschmieden.

Sie möchten gern mehr darüber erfahren, wann ich nun Hartwachs einsetze und wann ein weicheres? Sie möchten entdecken, welche Oberfläche durch das Ziehen unter Hitze entsteht? Und wie man ein Fundstück aus dem Wald so in Bienenwachs taucht, daß es anschließend in Gold gegossen werden kann?
Dann kommen Sie mich in meinem Atelier besuchen!
… lieben Freunden verdanke ich diesen wiederholten Blick dopo cena …
